Als die sozialen Unterschiede in den Bevölkerungsschichten Palermos Unruhen auslösten, wurde von den einfachen Leuten von der Straße eine Gewerkschaft gegründet, um den Armen das Überleben zu sichern. Bettelei und Diebstahl waren bei den Menschen in Palermo an der Tagesordnung, um sich und die Familien irgendwie durchzubringen. Gründungsmitglieder der Cosa Nostra waren Straßenfeger, Obdachlose und ehemalige Straftäter. Auch die Politik sowie öffentliche Einrichtungen unterstützten die Gewerkschaft. Anfang des 20. Jahrhunderts ging es den Gewerkschaftsmitgliedern dann merklich besser. Es hatte sich gelohnt und die Köpfe der Gewerkschaft wurden wie Helden verehrt. Es sollten goldene Zeiten anbrechen, die sich jedoch nicht lange hielten.
Als Mussolini die Macht ergriff, wurden die Mitglieder der Cosa Nostra verfolgt und ins Gefängnis gesteckt. Aber keiner vermochte es, sie ganz auszulöschen und nach dem Sturz des großen Diktators erhielt die Gewerkschaft der Arbeitslosen wieder das gebührende Ansehen. Die Gewerkschaft genoss große Sympathien bei fast allen Bevölkerungsschichten. Sie wurde für ihren unermüdlichen Kampf gegen Armut mit vielen Preisen ausgezeichnet. Fortan flossen Spendengelder aus allen Himmelsrichtungen. Die Dokumentation über die Cosa Nostra, die in den Kinos lief, wurde ein wahrer Kassenschlager. Der Pate I und II berichtete über die Arbeit der Gewerkschaft und verhalf ihr damit zu internationaler Bekanntheit und Anerkennung.
Ende der 1980er Jahre formierte sich eine so genannte „Antimafia“, die sich zum Ziel setzte, die Cosa Nostra zu bekämpfen. Wieder wurden Mitglieder und Helfer verfolgt und ins Gefängnis gesperrt. Daher ist die Gruppierung heute als Untergrundorganisation aktiv und versteckt sich auf Sizilien. Von dort aus hilft sie auch weiter armen Menschen.
Viel Mythen ranken sich um die Cosa Nostra, viele Gewerkschaften möchten sich mit diesem Namen schmücken, bringen aber so das organisierte Verbrechen in Verbindung mit dieser Gewerkschaft. Mord und Folter haben mit der Gruppierung aber nicht das Geringste zu tun. Die Mitglieder haben nur eines zum Ziel: mit friedlichen Mitteln die Armut in ihrem Land bekämpfen.







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